Fitness ist viel mehr als Laufen

April 5, 2018

 

Der Frühling bringt es an den Tag: Nun rennen, joggen, keuchen sie wieder – das Heer der Jogger macht sich auf den Weg. Aber wohin? Zu weniger Gewicht? Mehr Ausdauer? Oder mehr Fitness? Laufen allein macht nicht fit – wissen Kenner. Denn Fitness trainiert ja nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern auch die Kraft, die Koordination und die Flexibilität. Das alles kommt beim Laufen zu kurz, meistens sogar viel zu kurz. Nicht einmal gegen den Winterspeck kann Laufen empfohlen werden, weil das Übergewicht die Sehnen, Bänder und Gelenke überlastet. Nein, Fitness ist mehr als Laufen.

Der Fitness-Irrtum der Jogger produziert Tag für Tag Verletzte, weil schlecht trainierte Nachahmer, überpacete Ehrgeizlinge und unvernünftige Extrem-Läufer die Renneritis für den Gipfel der Leistungsfähigkeit halten. Dabei warnen immer mehr Fitness-Experten vor einseitigen körperlichen Aktivitäten. Sie empfehlen vielmehr gezielte Ausgleichsgymnastik und Ergänzungstraining wie etwa:

❯ alternative Ausdauersportarten wie Walking, Radfahren, Skilanglauf, Aqua-jogging, Inline-Skating
❯ Ausgleichsprogramme wie Körper- und Rückentraining, Aerobic, Fitnesstraining, Wiederstandsübungen
 

Vielseitigkeit hat Vorteile



„Was genutzt wird, entwickelt sich, was ungenutzt bleibt, verkümmert“, wusste schon Hippokrates, um 460 v.Chr. Heute sagt man: „Use it or loose it!“
Einseitiges Training stört das Kräftegleichgewicht und führt zur Beeinträchtigung der Gelenkstatik, Verletzungen der Muskulatur oder Gelenke und Veränderung der Gesamtstatik.

Vielseitiges Training bringt Ihnen dagegen zahlreiche Vorteile:

❯ Ein optimales Zusammenspiel der Muskeln gewährleistet, dass Körperbewegungen fließend ablaufen – der Laufstil verbessert sich
❯ Sie optimieren Ihr Muskelgleichgewicht, was sich in einer guten Haltung und einer verbesserten Ökonomie des Laufens äußert
❯ Sie verbessern Ihre statische und dynamische Kraft und sorgen somit für eine ausreichende Wirbelsäulenstabilisierung im Sport und im Alltag
❯ Sie verringern die Verletzungsgefahr für Muskeln und Gelenke.
❯ Sie bringen zusätzliche Reize und neue Impulse in Ihren Laufalltag

Wahre Fitness ist ...


Zur allgemeinen Gesunderhaltung, zur optimalen Vorbeugung gegen Beschwerden und als Strategie gegen den Alterungsprozess wird heute moderate Bewegung empfohlen. Die soll wöchentlich ein dreimal 30-minütiges aerobes Ausdauertraining sowie ein dreimal 20-minütiges Krafttraining der wichtigsten Muskelgruppen umfassen. Hinter dieser Empfehlung steht die Erkenntnis, dass gesundheitsorientierte körperliche Fitness mehr umfasst als bloße (aerobe) Ausdauer, nämlich auch Kraft (-ausdauer), optimale Beweglichkeit, eine allgemeine Koordinationsfähigkeit, eine psychophysische Entspannungsfähigkeit sowie eine gesunde Ernährung.
Diese Erkenntnis lässt sich am besten unter fachkundiger Anleitung in einem Fitnessstudio umsetzen, am wenigsten durch Drauflos-Rennen in Häuserschluchten und auf Parkwegen.



Foto: Mooshny, shutterstock

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