EMS bei Rückenschmerzen?

January 24, 2019

 

Rückenschmerzen sind Volksleiden. Wie man sie am besten behandeln und ihnen vorbeugen kann, darüber wird viel diskutiert und die Wissenschaft liefert immer neue Erkenntnisse. Aktuelle Zahlen der Universität Erlangen-Nürnberg zeigen: EMS-Training kann helfen.

Wie die Krankenkasse DAK in ihrem Gesundheitsbericht 2018 publiziert, leiden drei von vier Berufstätigen mindestens einmal im Jahr an Rückenschmerzen, 5,8 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage 2017 wurden durch Rückenschmerzen verursacht. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Elektronische Muskelstimulation (EMS) kann eine effektive Maßnahme in der Behandlung von Kreuzschmerzen sein.

Studiendesign
In der ersten Phase der Studie nahmen 60 Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren mit chronisch-unspezifischen Kreuzschmerzen teil. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe machte EMS-Training, eine Vibrationstraining und eine klassisches Krafttraining. Dazu kam eine Gruppe ohne Trainingsintervention. Jede Gruppe bestand aus 15 Teilnehmern, dabei achteten die Wissenschaftler darauf, dass der Schmerzzustand in allen vier Gruppen identisch verteilt war. Die EMS-Gruppe absolvierte einmal wöchentlich ein 20-minütiges Trainingsprogramm, die Vibrationsgruppe trainierte zweimal wöchentlich 15 Minuten, die wöchentliche Kraftzirkeleinheit dauerte 45 Minuten. Die Kontrollgruppe behielt ihr bisheriges Aktivitätsniveau bei. Das begleitete Training ging über 12 Wochen.

In einem Schmerztagebuch dokumentierten die Probanden ihre Rückenschmerzen. Dazu kam eine Skala von 1 (kein Schmerz) bis 10 (größte Schmerzen) zum Einsatz sowie Angaben über beispielsweise Medikamenteneinnahmen oder schmerzfördernde oder -auslösende Tätigkeiten. Außerdem fanden vor und nach der Trainingsintervention eine isometrische Messung der Rumpfkraft sowie eine Bioimpedanz-Messung statt, bei der die Körperzusammensetzung auch nach Körperregion gemessen werden kann.

Erste Ergebnisse
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass sich bei allen drei Trainingsgruppen die Schmerzintensität und Schmerzhäufigkeit deutlich reduzierte. Dabei stellten die Forscher zwar keine Überlegenheit einer Trainingsintervention fest. Allerdings sei der deutlich geringere zeitliche Aufwand ein Pluspunkt für das EMS- und Vibrationstraining. Gleichzeitig nahm bei der EMS-Gruppe die maximale isometrische Kraft am Rücken um 16 Prozent und am Bauch um 18 Prozent zu. Auch bei den anderen Trainingsgruppen konnten diesbezüglich Verbesserungen festgestellt werden.

Die Ergebnisse sind zunächst nur als Tendenz zu werten. Da die Probandenzahl mit 60 Personen relativ klein war, schließen sich noch weitere Phasen an, um die Aussagekraft der Ergebnisse zu vergrößern.

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Abbildung: Konstantin2017 / shutterstock.com

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