Geistig fit bleiben!

March 28, 2019

 

Use it or loose it – dieses englische Sprichwort trifft nicht nur auf die Muskulatur zu, nein, auch unser Oberstübchen will trainiert werden, um fit zu bleiben. Wer sein Hirn regelmäßig fordert, bleibt auch im Kopf lange leistungsfähig.

Je nach Beanspruchung sind unterschiedliche Regionen des Hirns gefragt. Viele komplexe Aufgaben wie Bewegungen werden nur im ausgeglichenen Zusammenspiel von linker und rechter Großhirnhälfte – der beiden sogenannten Hemisphären – reibungslos erledigt. Die Ausprägung von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentration, die Lernfähigkeit, die Erinnerungsleistung, die Informationsverarbeitung – all dies hängt ab vom geistigen Vermögen, das durch eine Vielfalt an Übungen unterstützt werden kann.

Puzzeln – spielend zu mehr Grips
Die Schwäbische Zeitung berichtet über eine klinische Studie der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit dem Ravensburger Spieleverlag. Diese zeige, dass Puzzeln eine Vielzahl kognitiver Fähigkeiten beansprucht und helfen könnte, diese bis ins Alter aufrechtzuerhalten.

Nicht nur das Kurz- und Langzeitgedächtnis, sondern auch das schlussfolgernde Denken, die geistige Flexibilität sowie die mentale Rotation und die visuell-räumliche Wahrnehmung werden gefordert. „Vor allem, wenn Puzzeln langfristig und regelmäßig und nicht nur für eine kurze Zeit ausgeübt wird, könnte es einen Schutzfaktor gegen geistigen Abbau im Alter darstellen“, wird Doktorand Patrick Fissler von der Uni-Abteilung ‚Klinische und Biologische Psychologie’ zitiert. Darüber hinaus könnte der Anspruch, den Puzzeln ans Gehirn stellt, dazu führen, dass dort neuronale Netzwerke effizienter arbeiten, heißt es in dem Bericht.

Auch eine ausgewogene Ernährung und Sport können die geistige Fitness unterstützen. Sport gilt als Förderer der Neurogenese, also der Neubildung von Nervenzellen. Dass dies auch im Hirn Erwachsener möglich ist, ist eine relativ neue Erkenntnis, die der schwedische Neurowissenschaftler Peter Ericson nachweisen konnte. Allerdings beschränkt sich dieser Prozess auf den Hippocampus, eine bestimmte Hirnregion, die dem limbischen System angehört. Das Limbische System ist eine Funktionseinheit des Gehirns, die der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten dient – ihm werden aber auch intellektuelle Leistungen zugesprochen!



Abbildung: ESB Professional / shutterstock.com

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